Polarlichter in Island – wann, wo und wie sind sie zu sehen?
Polarlichter sind ein einzigartiges Naturschauspiel. Wenn farbig wogende Bänder in Grün, Pink und Violett plötzlich den Abendhimmel zum Leben erwecken, ist das schon irgendwie magisch. Kein Wunder also, dass so viele Reisende dieses auch als „Aurora borealis“ bekannte Phänomen unbedingt selbst erleben möchten – und in Island wird dieser Traum wahr!
Allerdings kann man die Polarlichter nicht einfach so zu jeder beliebigen Zeit beobachten. Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Sichtung sind die richtige Jahreszeit, passendes Wetter, eine dunkle Umgebung und meist auch ein Quäntchen Glück. Damit Ihr Aurora-Erlebnis in Island keine Enttäuschung wird, liefert dieser Leitfaden alle nötigen Informationen. Sie erfahren, wann und wo Sie die Polarlichter am besten sehen, wie Ihnen ein Mietwagen dabei hilft und was es bei der Jagd nach diesen tanzenden Lichtern am Himmel noch zu beachten gibt.

Auf dieser Seite:
- Was sind Polarlichter?
- Ein paar Fakten zu Polarlichtern
- Wann kann man Polarlichter in Island beobachten?
- Unter welchen Bedingungen lassen sich Polarlichter beobachten?
- Wie interpretiert man die Aurora-Vorhersagen für Island?
- Kann man in Island gut Polarlichter beobachten?
- Was ist typisch für die Polarlichter in Island?
- Kann man garantiert Polarlichter in Island beobachten?
- Wie kann man die Polarlichter in Island am besten beobachten?
- Wo kann man die Polarlichter in Island am besten sehen?
- Aurora-Beobachtungsorte in Reykjavik
- Vorbereitung auf Polarlichtbeobachtungen in Island
- Sicherheitshinweise für Aurora-Touren im Mietwagen in Island
- Tipps für perfekte Aurora-Fotos in Island
- Bereit für Ihr Aurora-Abenteuer?
Was sind Polarlichter?
Die Polarlichter, die auf der Nordhalbkugel auch als „Aurora borealis“ bezeichnet werden, entstehen durch das Aufeinandertreffen von aufgeladenen Sonnenpartikeln und Gasen in der Erdatmosphäre. Bei diesen Kollisionen wird Energie frei und in Form von Licht sichtbar, wodurch sich die typischen farbigen Schleier und Bänder am Abendhimmel ergeben. Die konkreten Farben hängen von den involvierten Gasen ab: Sauerstoff erzeugt grüne und rote Farbtöne, während Stickstoff eher zu Pink-, Violett- und Blautönen führt.
Da bei der Entstehung dieses Phänomens auch das Magnetfeld der Erde eine wichtige Rolle spielt, lassen sich die Polarlichter – wie der Name schon sagt – vor allem in den Polarregionen beobachten. Island liegt genau in den nördlichen Breiten, in denen es typischerweise Polarlichtaktivitäten gibt, und ist somit ein perfektes Reiseziel für die Beobachtung dieses nächtlichen Leuchtens.
Ein paar Fakten zu Polarlichtern
Falls während Ihrer Anreise mal Langeweile aufkommt, können Sie Ihre Mitreisenden mit folgenden interessanten Fakten unterhalten:
- Die wissenschaftliche Bezeichnung Aurora borealis ist eine Zusammensetzung aus dem lateinischen Namen für die römische Göttin der Morgenröte, Aurora, und aus dem griechischen Namen für den Gott des Nordwindes, Boreas.
- Die Polarlichter erscheinen in einer Höhe von etwa 90 bis 130 Kilometern über der Erdoberfläche.
- Aurora-Ereignisse können zwar den ganzen Tag über auftreten, sind aber nur abends und nachts sichtbar, wenn der Himmel dunkel genug ist.
- Grün ist der häufigste Farbton dieser Lichter, während Rot und Blau seltener zu beobachten sind und daher als ganz besonders gelten.
- Das erste Foto von Polarlichtern wurde im Jahr 1892 aufgenommen.
- Moderne Kameras erfassen oft stärkere Farben, als wir mit dem menschlichen Auge wahrnehmen können.
- Die Erforschung dieses Phänomens ist ein eigenes wissenschaftliches Feld und hat nützliche Tools zur Vorhersage von Polarlichtaktivitäten hervorgebracht.
Wann kann man Polarlichter in Island beobachten?
Der Zeitraum zur Beobachtung von Polarlichtern in Island erstreckt sich von Ende August bis Mitte April, da die Nächte in diesen Monaten dunkel genug sind. Am besten sind die Monate von September bis März, wobei die Chancen auf eine erfolgreiche Sichtung von Polarlichtern zur Tagundnachtgleiche im September beziehungsweise März besonders gut stehen. Im Sommer hingegen haben Sie quasi gar keine Chance, denn zu dieser Zeit ist es aufgrund der Mitternachtssonne in Island fast den ganzen Tag lang hell.
Empfohlene Uhrzeit für Beobachtungen
Im Prinzip würde sich jede Uhrzeit eignen, zu der es richtig dunkel ist, aber am häufigsten werden Aurora-Ereignisse zwischen 21:30 Uhr und 1:00 Uhr beobachtet. Manchmal gibt es jedoch schon eher oder später gut sichtbare Polarlichter, also lassen Sie ruhig auch zu anderen Uhrzeiten immer mal den Blick über den Abendhimmel schweifen.

Unter welchen Bedingungen lassen sich Polarlichter beobachten?
Selbst zum Höhepunkt der Polarlichtsaison gibt es keine Garantie, dass Sie das Nachtleuchten tatsächlich beobachten können. Vor allem auf folgende Faktoren kommt es an:
- Klarer Himmel – Zu viele Wolken verdecken die Sicht auf Polarlichter.
- Geringe Lichtverschmutzung – Vermeiden Sie Beobachtungsorte in der Nähe von Städten.
- Mondphase – Ein heller Vollmond kann die Sichtbarkeit von Polarlichtern beeinträchtigen.
- Aurora-Aktivitätslevel – Je höher laut Vorhersagen, desto besser.
Auch künstliche Lichtquellen können hinderlich sein. Sobald Sie einen geeigneten Beobachtungsort gefunden haben, schalten Sie die Scheinwerfer Ihres Autos aus und schauen Sie möglichst auch nicht auf das helle Display Ihres Smartphones, damit sich Ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnen.

Wie interpretiert man die Aurora-Vorhersagen für Island?
Ein besonders nützliches Tool bei der Jagd nach Polarlichtern sind die Vorhersagen des Icelandic Met Office, also des isländischen Wetterdienstes. Für bis zu drei Tage im Voraus werden die Aktivitätslevel auf einer Skala von 0 bis 9 angegeben.
- 0 steht für eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern.
- 3 gilt schon als recht guter Wert.
- 5 und alle Werte darüber weisen auf starke Aktivität (und sehr gute Bedingungen) hin.
In den meisten Nächten liegen die Werte zwischen 1 und 3, was völlig normal ist. Viele Anbieter von Polarlichttouren und erfahrene Polarlichtjäger machen sich erst auf den Weg, wenn mindestens der Wert 3 erreicht wird.
Die Vorhersage umfasst auch eine Karte mit der zu erwartenden Bewölkung:
- Weiße Bereiche = klarer Himmel
- Grüne Bereiche = Wolken (je dunkler der Grünton, desto dicker die Wolkenschicht)
Ideal ist also eine Kombination aus weißen Bereichen und mittlerer bis hoher Aurora-Aktivität.

Kann man in Island gut Polarlichter beobachten?
Ja, auf jeden Fall! Island liegt zwischen dem 64. und 66. nördlichen Breitengrad, also genau in dem Streifen, in dem Polarlichter sehr gut zu sehen sind. Da außerdem eine geringe Lichtverschmutzung vorherrscht und abgelegene Regionen dennoch gut mit dem Auto zu erreichen sind, bieten sich exzellente Möglichkeiten zur Beobachtung von Polarlichtern.
Im Vergleich zu anderen Reisezielen im Norden ist es in Island im Winter auch relativ mild, sodass man sich mit angemessener Kleidung nachts länger draußen aufhalten kann, ohne dass einem alle Gliedmaßen abfrieren.
Was ist typisch für die Polarlichter in Island?
Bei aller Vorfreude sollten Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Schillernde Polarlichter in mehreren Farben sind zwar möglich, aber nur selten zu sehen. Viel häufiger lassen sich bogenförmige Farbbänder beobachten, die langsam über den Nachthimmel gleiten. Oft ist auch nur ein weicher grüner Schimmer erkennbar.
Diese Anblicke sind zwar subtiler, aber deswegen nicht weniger beeindruckend. Auf Fotos sieht das Ganze meist noch schöner aus als bei der Betrachtung mit bloßem Auge.
Kann man garantiert Polarlichter in Island beobachten?
Nein. Selbst bei perfekter Planung gibt es keine Garantie, dass die Natur mitspielt und dieses Schauspiel am Himmel tatsächlich in dem Moment stattfindet, in dem Sie es beobachten möchten. Am besten halten Sie sich mehrere Abende flexibel frei, um Ihre Chancen zu steigern. Und falls es mit den Polarlichtern doch nicht klappt, genießen Sie trotzdem einfach den herrlichen Nachthimmel über Island.
Wie kann man die Polarlichter in Island am besten beobachten?
Besonders bequem und lohnenswert ist es, wenn Sie sich im Auto auf die Jagd nach Polarlichtern begeben. Mit einem Mietwagen sind Sie flexibel und können auf sich ändernde Wetterbedingungen reagieren – oft ist das eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Aurora-Beobachtungen.
Ein Mietwagen bietet vor allem diese Vorteile:
- Sie können Stadtgrenzen verlassen und an einen Ort mit geringerer Lichtverschmutzung fahren.
- Wenn die Wolkendecke sich ändert, können Sie Ihre Pläne spontan anpassen.
- Statt an feste Fahrzeiten gebunden zu sein, können Sie Ihre Route gezielt an die Aurora-Vorhersagen anpassen.
- Bei einem Misserfolg können Sie in einer anderen Nacht problemlos erneut versuchen, ein paar Polarlichter zu sehen.
Diese Flexibilität ist in Island besonders hilfreich, denn das Wetter ändert sich hier schnell und kann von Region zu Region stark variieren.
Bei Fahrten im Winter empfehlen wir unbedingt ein 4x4-Fahrzeug mit Allradantrieb. Durch Schnee, Eis, Wind und kaum beleuchtete Landstraßen wird das Autofahren erschwert, sodass ein solches Fahrzeug mit seiner besseren Zugkraft und Stabilität für mehr Sicherheit sorgt. So erreichen Sie auch ruhigere Beobachtungsorte auf sichere Weise und können Ihr Glück abseits der Hauptverkehrsstraßen versuchen.

Wo kann man die Polarlichter in Island am besten sehen?
In Anbetracht der beschriebenen Voraussetzungen eignen sich verschiedene Orte in Island zur Beobachtung von Polarlichtern. Diese Orte sollten folgende Kriterien erfüllen:
- Lage außerhalb von größeren Ortschaften (Reykjavik ist somit keine gute Option!)
- Lage in einem weißen Bereich auf der Aurora-Bewölkungskarte
- Lage in einer Region mit hoher Aurora-Aktivität laut Vorhersageskala
Empfohlene Orte für Polarlichtbeobachtungen
Vík (Südküste)

An der isländischen Südküste liegt die kleine Ortschaft Vík direkt am Meer, mit nur minimaler Beleuchtung, die bei der Beobachtung von Polarlichtern kaum stört. Das hat den Vorteil, dass Sie hier auch essen oder übernachten können und bei der Suche nach Polarlichtern nicht mitten in der Nacht noch weit fahren müssen.
Vík ist somit ein optimal gelegener Zwischenstopp auf einem Roadtrip durch Südisland, um mit etwas Glück einige Polarlichter zu sehen. Obendrein bietet Vík beeindruckende Landschaften für einzigartige Aurora-Fotos, zum Beispiel den schwarzen Sandstrand von Reynisfjara, die Basaltzinnen von Reynisdrangar und das Felsentor von Dyrhólaey.
Jökulsárlón-Gletscherlagune

Die Jökulsárlón-Gletscherlagune ist ebenfalls ein wunderbarer Ort zur Beobachtung von Polarlichtern. Die Lagune liegt abseits jeglicher Lichtverschmutzung und liefert eine magische Szenerie, die im Schein der Polarlichter zum Leben erwacht. Es gibt wohl kaum jemanden, der beim Anblick der tanzenden grünen Reflektionen auf der stillen Wasseroberfläche der Lagune nicht ins Staunen gerät.
Da zahlreiche Eisschollen und kleine Eisberge in dieser Gletscherlagune treiben, ergibt sich durch die Polarlichter ein unvergessliches Farbenspiel. Durch ihre Lage im Südosten von Island ist die Lagune zudem sehr leicht zu erreichen und bei geeigneten Bedingungen ein perfekter Ort für Fans der Aurora borealis. Auch interessant für Touristen: Während der Polarlichtsaison versammeln sich Hunderte Robben rund um die Lagune!
Kirkjufell und die Snaefellsnes-Halbinsel

Einige der bekanntesten Fotos von Polarlichtern in Island wurden auf der Snaefellsnes-Halbinsel geschossen und zeigen im Vordergrund ein unverkennbares Wahrzeichen: den Berg Kirkjufell. Dieser ist aufgrund seiner einzigartigen Form und Umgebung der am meisten fotografierte Berg Islands. Sein Name bedeutet wörtlich übersetzt „Kirchberg“. Wenn ihn nachts schillernde Polarlichter umspielen, entstehen wirklich atemberaubende Fotomotive!
Falls Sie in den Norden Islands fahren, bieten sich der See Mývatn, die ländlichen Regionen rund um Akureyri oder einige kleine Ortschaften entlang der Ringstraße für Aurora-Beobachtungen an.
Thingvellir-Nationalpark
Bevorzugen Sie eine besonders praktische und kurze Reiseroute? Dann müssen Sie von Reykjavik aus gar nicht weit fahren, sondern gelangen über den Goldenen Kreis zügig zum Thingvellir-Nationalpark, in dem sich Polarlichter prima beobachten lassen.
Ásbyrgi-Schlucht (Nordisland)
Die Schlucht Ásbyrgi schafft es regelmäßig auf Listen mit den besten Aurora-Beobachtungsorten in Island. Dieser Hotspot für Wanderfreunde findet sich im Norden der Insel und ist ein geeigneter Ausgangspunkt für die Jagd nach Polarlichtern, wenn Sie ohnehin schon in der Region sind.
Aurora-Beobachtungsorte in Reykjavik
Wenngleich ländliche Regionen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sichtung von Polarlichtern bieten, ist es trotzdem möglich, auch in Reykjavik einen Blick auf dieses Phänomen zu erhaschen – zumindest bei klarem Himmel, entsprechender Aurora-Aktivität und möglichst dunkler Umgebung. Im Großraum Reykjavik gibt es einige Beobachtungspunkte, die gar nicht so weit vom Stadtzentrum entfernt sind. Meistens schauen Sie von diesen Punkten aus auf das Meer oder ein anderes Gewässer, sodass die Lichter der Stadt nicht so sehr stören.
Der Leuchtturm von Grótta und die Konzerthalle Harpa sind beide der Küste zugewandt und somit für Aurora-Beobachtungen geeignet. Gleiches gilt für den See Reynisvatn in Reykjavik, an dem die Lichtverschmutzung minimal ist. Um Polarlichter von einem höher gelegenen Punkt aus zu beobachten, fahren Sie zum Museum Perlan, dessen Glaskuppel einen kleinen Wald überragt.
Auch ein Park in Reykjavik wie der Hljómskálagardur, der Klambratún, der Laugardalur und der Ellidaárdalur erlaubt den Blick auf Polarlichter abseits der hellen Stadtbeleuchtung.
Vorbereitung auf Polarlichtbeobachtungen in Island
Mit der richtigen Planung und Vorbereitung erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Sichtung von Polarlichtern. Abgesehen von der Auswahl der passenden Jahreszeit und Region sollten Sie für genügend Komfort und Flexibilität sorgen, damit Sie dieses Abenteuer stressfrei genießen können!
- Reisen Sie während der Aurora-Hochsaison (September bis März) nach Island und planen Sie mehrere Abende oder Nächte für die Suche nach Polarlichtern ein.
- Stellen Sie eine flexible Reiseroute zusammen, damit Sie bei Bedarf spontan umplanen können.
- Prüfen Sie täglich die Wetter- und Wolkenvorhersagen und nicht nur die Aurora-Aktivitäten.
- Ziehen Sie sich warm an! Am besten sind mehrere Kleidungsschichten, gefütterte Stiefel, Handschuhe und Mütze – längeres Herumstehen in der Kälte wird dadurch viel erträglicher.
- Packen Sie alles Wichtige für Ausfahrten ein, z. B. Smartphone-Ladegerät, Thermoskanne, Decken und ein Notfallset.
Wenn Sie es warm und bequem haben, sind Sie bestimmt auch geduldiger – und Geduld zahlt sich beim Warten auf Polarlichter oft aus!
Nützliche Apps und Tools für die Suche nach Polarlichtern
Es gibt zahlreiche Tools, mit denen Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Aurora-Sichtung in Island erhöhen können.
Die Aurora Forecast App zählt bei Reisenden und Aurora-Jägern zu den beliebtesten Hilfsmitteln. Sie informiert über die vorhergesagten Aurora-Aktivitätslevel, weist auf Phasen mit besonders hoher Aktivität hin und liefert verständliche Tagesvorhersagen.
Auch die Aurora-Vorhersage des isländischen Wetterdienstes ist eine vertrauenswürdige Quelle. Zusätzlich zum Aurora-Aktivitätslevel bietet sie eine Karte mit der zu erwartenden Bewölkung. So wissen Sie, wo der Himmel überhaupt klar genug sein wird.
Für Updates in Echtzeit nutzen viele Reisende Tools, deren Informationen von Nutzern zusammengetragen werden. Zum Beispiel finden Sie in Facebook-Gruppen wie Northern Lights Alert zeitnahe Hinweise auf Aurora-Sichtungen und können über die Hello Aurora App auch selbst aktuelle Aurora-Aktivitäten melden oder nachlesen, ob es in Ihrer Nähe gerade Polarlichter gibt.
Wenn Sie gern vorab Ihre nächsten Tage planen möchten, empfiehlt sich die Website SolarHam. Sie zeigt Prognosen geomagnetischer Aktivitäten für bis zu drei Tage im Voraus, sodass Sie Ihre Reiseroute anpassen und sich die besten Zeitfenster für Polarlichtbeobachtungen freihalten können.
Sicherheitshinweise für Aurora-Touren im Mietwagen in Island
Fahren Sie langsam und auf vertrautem Terrain
Die Landstraßen in Island sind normalerweise nicht beleuchtet. Das ist zwar schön, wenn man bei der Jagd nach Polarlichtern störende Lichtverschmutzung vermeiden will, aber es kann Autofahrten erschweren. Vor allem in den Wintermonaten ist bei Schnee und Eis Vorsicht angesagt! Fahren Sie darum stets mit angemessener Geschwindigkeit und bleiben Sie auf Straßen, die Ihnen bereits vertraut sind.
Wir empfehlen unseren Kunden, sich in einer ländlichen Region eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen, wenn sie Polarlichter beobachten möchten. So kann man sich tagsüber mit der Region vertraut machen und muss abends auch keine längeren Strecken fahren. Im Winter ist das erst recht von Vorteil, da sich das Wetter in Island blitzschnell ändern kann und Sie bei längeren Ausflügen bestimmt nicht mitten im Nirgendwo in einem Schneegestöber feststecken wollen. Zur einfacheren Planung können Sie auch eine Liste mit empfohlenen Hotels für Aurora-Touren in Island nutzen.
Informieren Sie sich über Wetter- und Straßenverhältnisse
Bevor Sie mit dem Auto in Island losfahren, sollten Sie sich stets über das Wetter und die aktuellen Straßenverhältnisse informieren, sowohl bei Tag als auch bei Nacht.
Zusätzliche hilfreiche Informationen und Tools bietet die Website safetravel.is. Dort können Sie zum Beispiel auch Ihre geplante Reiseroute hochladen, damit Rettungskräfte Sie im Notfall schneller finden.
Wenn Sie sich im Detail über Roadtrips in Island während der Wintermonate informieren möchten, lesen Sie gern unseren Leitfaden zum Autofahren im isländischen Winter.
Tipps für perfekte Aurora-Fotos in Island
Packen Sie unbedingt Ihren Fotoapparat oder zumindest ein Smartphone ein, um dieses Naturschauspiel auch in Bildern festzuhalten! Moderne Kameras und Handys können oft mehr Aurora-Farbtöne erfassen als das menschliche Auge. Häufig erscheinen die Fotos dadurch sogar farbenprächtiger als die Polarlichter, die Sie selbst gesehen haben.
Mit dem Fotoapparat
Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einer DSLR-Kamera oder mit einer spiegellosen Systemkamera:
- Wechseln Sie in den manuellen Modus.
- Fotografieren Sie ohne Blitzlicht und Bildstabilisator.
- Verwenden Sie ein Stativ, um Verwacklungen zu vermeiden.
- Probieren Sie es zunächst mit einer Verschlusszeit von etwa 8 Sekunden und passen Sie die Dauer dann je nach Helligkeit und Dynamik der Polarlichter an.
- Nutzen Sie eine große Blendenöffnung (kleiner f-Wert) und eine höhere ISO-Einstellung (falls nötig).
Mit dem Smartphone
Polarlichter lassen sich sogar mit Smartphones fotografieren, vor allem mit neueren Modellen.
- Wechseln Sie in den Nachtmodus oder in einen manuellen Modus/Pro-Modus (falls vorhanden).
- Halten Sie das Smartphone so ruhig wie möglich oder nutzen Sie ein kleines Stativ, ein Autodach oder eine ähnliche solide Auflagefläche.
- Deaktivieren Sie das Blitzlicht und nutzen Sie keinen Digitalzoom.
- Erhöhen Sie die Belichtungsdauer, sofern es diese Einstellung auf Ihrem Smartphone gibt.
- Tippen Sie auf das Display, um auf den Himmel scharfzustellen, und verringern Sie die Helligkeit, falls das Bild zu kontrastarm erscheint.
Und noch ein letzter Tipp: Schauen Sie nicht die ganze Zeit durch den Kamerasucher oder auf Ihr Handydisplay! Machen Sie ein paar Fotos und legen Sie dann die Kamera beiseite, um die tanzenden Lichter am isländischen Abendhimmel in ihrer vollen Schönheit zu genießen. Diese Eindrücke werden Sie ein Leben lang nicht vergessen!

Bereit für Ihr Aurora-Abenteuer?
Es gibt zwar keine Garantie, dass Sie wirklich Polarlichter in Island sehen, aber mit etwas Planung, Flexibilität und Glück erleben Sie unvergessliche Momente, an die Sie noch lange mit Freude zurückdenken werden. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, passen Sie die richtigen Bedingungen ab und machen Sie sich auf die Jagd nach Polarlichtern am grenzenlosen Abendhimmel im winterlichen Island!


