Inhalt
- Was zeichnet die Westfjorde von Island aus und wo befinden sie sich?
- Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in den Westfjorden
- Die beste Jahreszeit für Reisen zu den Westfjorden
- So erreichen Sie die Westfjorde in Island
- Wie kommen Sie in den Westfjorden von A nach B?
- Wählen Sie ein geeignetes Fahrzeug für die Westfjorde
- Mit dem Mietwagen durch die Westfjorde: Straßenverhältnisse und Tipps
- 3-Tage-Routen für Roadtrips in den Westfjorden
- Unterkünfte in den Westfjorden
- Lohnt sich eine Reise zu den isländischen Westfjorden?
- Starten Sie Ihr Abenteuer in den Westfjorden mit Lava Car Rental
Planen Sie einen Roadtrip durch Island? Die meisten Reisenden halten sich an die Ringstraße, den Goldenen Kreis oder die Südküste – allesamt fantastische Routen. Und dann gibt es da noch die Westfjorde.
Sie sind wilder, leiser und weitaus weniger besucht – hier zeigt sich Island von seiner unberührtesten Seite. Die Straßen schlängeln sich um tiefe Fjorde, das Tempo verlangsamt sich und der Weg wird ganz von selbst genauso wichtig wie die Ziele entlang der Route.
Egal, ob Sie nur ein paar Tage Zeit haben oder einen kompletten Roadtrip durch die Westfjorde planen: Hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um die Region optimal zu erkunden.
Was zeichnet die Westfjorde von Island aus und wo befinden sie sich?
Die Westfjorde liegen im Nordwesten Islands und bilden eine zerklüftete Halbinsel, die sich in Richtung Grönland erstreckt. Sie gehört zu den am wenigsten besuchten Regionen des Landes – nicht etwa, weil es ihr an Schönheit mangelt, sondern weil ihre Erkundung schlicht mehr Zeit erfordert.
Es ist eine Region geprägt von tiefen Fjorden, steilen Bergen und vereinzelten Küstengemeinden. Zu den wichtigsten Knotenpunkten gehören Ísafjördur, Patreksfjördur und Thingeyri, während Hornstrandir als eine der abgelegensten Gegenden Islands eine ganz eigene Welt für sich ist.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in den Westfjorden
Die Westfjorde lassen sich am besten erleben, wenn man einige der absoluten Highlights mit entspannter Zeit auf der Straße kombiniert.
Dynjandi-Wasserfall
Der Dynjandi ist der größte Wasserfall der Westfjorde und einer der markantesten ganz Islands. Der Weg dorthin führt an einer Reihe kleinerer Kaskaden vorbei, bevor sich der Hauptwasserfall offenbart, der sich in breiten Stufen aus 100 Metern in die Tiefe stürzt. Der Aufstieg nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch und lässt das Erlebnis Schritt für Schritt wachsen, bis sich der Blick auf die volle Pracht des Wasserfalls öffnet.

Steilküste Látrabjarg
Látrabjarg ist eine dramatische Steilküste und einer der besten Orte in Island, um in den Sommermonaten Papageientaucher aus nächster Nähe zu beobachten. Die Klippen erstrecken sich über 14 Kilometer und bieten riesigen Seevogelkolonien, darunter Papageientaucher, Trommellummen und Tordalke, ein Zuhause. Sie ragen steil aus dem Ozean empor und schenken einen weiten Ausblick über den Nordatlantik.

Raudasandur-Strand
Raudasandur besticht durch seine außergewöhnliche Färbung: Nuancen von Rot, Gold und Rosa ersetzen hier den für Island typischen schwarzen Sand. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer und verändert sein Gesicht je nach Lichteinfall und Gezeiten. Die Anfahrt führt über eine steile, aber gut befahrbare Straße – der Grund, warum die Besucherzahlen angenehm niedrig bleiben.

Foto von Visit Westfjords
Hellulaug
Hellulaug ist ein kleiner Geothermalpool, der direkt abseits der Straße in der Nähe von Flókalundur liegt. Seine naturbelassene Lage unmittelbar am Wasser verleiht ihm einen herrlich ursprünglichen und unverfälschten Charakter. Da es vor Ort keinerlei sanitäre Anlagen gibt, eignet sich der Pool ideal für einen kurzen Zwischenstopp und weniger für einen längeren Aufenthalt.

Foto von Visit Westfjords
Krossneslaug
An der abgelegenen Nordküste gelegen zählt Krossneslaug zu den am isoliertesten gelegenen Schwimmbädern in ganz Island. Im Gegensatz zu reinen Naturpools handelt es sich hierbei um eine gepflegte Anlage mit Umkleidekabinen. Der wahre Zauber liegt jedoch in der spektakulären Lage: Es liegt am Ozean, sodass man beim Baden beobachten kann, wie die Wellen in der Nähe an die Küste schlagen.
Drangajökull-Gletscher
Der Drangajökull ist der nördlichste Gletscher Islands und der einzige in der gesamten Region der Westfjorde. Er bildet eine weite Eiskappe und ist in der Regel nur über unwegsame Straßen erreichbar, für die ein 4x4-Fahrzeug zwingend erforderlich ist. Der Gletscher bietet lohnende Wandermöglichkeiten und die seltene Gelegenheit, eine der unberührtesten Naturlandschaften der Region zu erkunden.
Naturreservat Hornstrandir
Hornstrandir ist eines der am wenigsten von Menschen berührten Gebiete Islands. Es gibt hier weder Straßen noch dauerhafte Infrastruktur. Der Zugang erfolgt ausschließlich per Boot, meist von Ísafjördur aus. Das Reservat ist bekannt für seine dramatischen Klippen sowie einsame Wanderwege und bietet zudem eine der besten Chancen, Polarfüchse in ihrer völlig wilden, natürlichen Umgebung zu beobachten. Da es vor Ort keinerlei Geschäfte oder Dienstleistungen gibt, müssen Besucher absolut autark und vollständig für den Eigenbedarf ausgerüstet sein.

Foto von Visit Westfjords
Die Fjorde
Die Fjorde selbst sind das landschaftliche Markenzeichen dieser Region. Jeder von ihnen besitzt seinen ganz eigenen Charakter – geprägt von schmalen Meeresarmen, steilen Bergflanken und kleinen Siedlungen, die sich eng an die Uferlinie schmiegen. Die Fahrt um die Fjorde herum erfordert oft lange Umwege, doch genau diese Routen gehören zu den landschaftlich reizvollsten und schönsten Strecken, die Island zu bieten hat.

Schiffswrack Gardar BA 64
Dieses historische Schiff lief im Jahr 1981 auf Grund und liegt seither unverändert an Ort und Stelle. Es wurde 1912 in Norwegen gebaut und ist das älteste Stahlschiff in Island. Seine wettergegerbte Silhouette und die offene Umgebung machen es zu einem äußerst beliebten Motiv für Fotografen.

Arctic Fox Centre (Melrakkasetur auf Isländisch)
Das Arctic Fox Centre in Súdavík widmet sich der Erforschung und dem Schutz des einheimischen Fuchses. Es informiert anschaulich darüber, wie sich diese Tierart an die extremen Umweltbedingungen angepasst hat und wie sie mit dem Menschen interagiert. Gelegentlich werden darin auch verwaiste oder verletzte Jungtiere aufgezogen.

Litlibaer
Litlibaer ist ein liebevoll restaurierter Torfhof aus dem Jahr 1895. Die Gebäude wurden mit traditionellen Techniken errichtet, wobei die dicken Torfwände eine hervorragende Isolierung gegen das raue Wetter boten. Im Inneren erhalten Sie einen faszinierenden Einblick darin, wie Familien vor über einem Jahrhundert in dieser abgelegenen Region lebten und arbeiteten.
Alte Heringsfabrik in Djúpavík
Dieses monumentale Betonbauwerk stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert, als der Heringsfang in Island eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte. Die Fabrik war bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Betrieb und steht heute als eindrucksvolles Denkmal dieser vergangenen Ära. Die angebotenen Führungen bieten tiefe Einblicke in die Architektur des Gebäudes und die Geschichte der Region.

Museum für isländische Magie und Hexerei
Dieses in Hólmavík gelegene Museum beleuchtet die Geschichte der Magie und des Aberglaubens in Island. Die Exponate umfassen historische Texte, Artefakte und überlieferte Geschichten, die zeigen, wie die Menschen einst versuchten, ihre Umwelt zu verstehen und zu beeinflussen. Das Museum bietet einen faszinierenden kulturellen Kontrast zu den primär naturfokussierten Sehenswürdigkeiten der restlichen Region.
Hier finden Sie eine Karte der wichtigsten Orte in den Westfjorden, die Ihnen dabei hilft, die Entfernungen besser einzuschätzen und Ihre Route optimal zu planen:
Die beste Jahreszeit für Reisen zu den Westfjorden
Sommer (Juni bis August) ist die Zeit, in der die Westfjorde am besten zugänglich sind. Die Straßen sind in der Regel geöffnet, die Bedingungen besser kalkulierbar und die Tierwelt zeigt sich von ihrer aktivsten Seite. Die Landschaft erstrahlt in sattem Grün, und obwohl es die Hauptreisezeit ist, bleibt die Region vergleichsweise ruhig und unüberlaufen.
Frühling und Herbst locken mit einer noch friedlicheren Atmosphäre und besonders stimmungsvollen Landschaften, die durch wechselnde Farben und sehr wenige Touristen auffallen. Allerdings sind das Wetter und die Straßenverhältnisse zu diesen Übergangszeiten deutlich unberechenbarer.
Der Winter offenbart eine dramatische Kulisse mit schneebedeckten Bergen und rauen Küsten. Der Zugang zur Region ist stark eingeschränkt und jede Reise erfordert eine äußerst sorgfältige Planung.
Jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen Reiz. Für die meisten Reisenden ist der Sommer jedoch die unkomplizierteste Option.
So erreichen Sie die Westfjorde in Island
Obwohl sich die Westfjorde abgelegen anfühlen, sind sie dennoch relativ einfach zu erreichen. Die Region liegt etwas mehr als 200 Kilometer von Reykjavik und 300 Kilometer von Akureyri entfernt. Je nach bevorzugter Reiseart stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung.
Die Fahrt mit dem Auto ist mit Abstand die beliebteste und flexibelste Variante. Von Reykjavik aus dauert die Fahrt in der Regel etwa fünf Stunden, je nach gewählter Route und der Anzahl Ihrer Zwischenstopps. Sie folgen zunächst der Ringstraße, bevor Sie auf die Route 60 abbiegen, die Sie direkt in die Westfjorde führt. Mit einem eigenen Mietwagen genießen Sie die Freiheit, die Region ganz nach Ihrem eigenen Rhythmus zu erkunden und spontane Zwischenstopps einzulegen – Erlebnisse, die den unverkennbaren Charme dieser Reise ausmachen.
Wenn Sie nicht die gesamte Strecke selbst zurücklegen möchten, bietet sich das Flugzeug als schnelle Alternative an. Es gibt regelmäßige Flugverbindungen von Reykjavik zu den verschiedenen Flughäfen der Westfjorde mit einer Flugzeit von unter einer Stunde. Beachten Sie jedoch, dass der Flugplan in den Wintermonaten eingeschränkt ist und Sie auch nach der Landung ein Auto benötigen, um die Region abseits der größeren Ortschaften flexibel zu erkunden.
Zudem bestehen Busverbindungen aus verschiedenen Teilen Islands. Diese sind jedoch limitiert und verbinden hauptsächlich die größeren Ortschaften. Für die reine Anreise ist diese Option durchaus denkbar, sie bietet Ihnen jedoch nicht die nötige Flexibilität, um die verborgenen Schätze der Westfjorde zu entdecken.

Wie kommen Sie in den Westfjorden von A nach B?
Sobald Sie in den Westfjorden angekommen sind, ist ein Mietwagen unverzichtbar. Der öffentliche Nahverkehr hat seine Grenzen und konzentriert sich vor allem auf die Ortschaften. Die meisten der beeindruckenden Natursehenswürdigkeiten sind daher ohne Auto schwer erreichbar.
Ein eigener Wagen ist zweifellos die beste Art, diese Region in ihrer vollen Pracht zu erleben. Die Straßen schmiegen sich hier eng an die Konturen der Fjorde und führen durch Landschaften, in denen selbst kurze Distanzen oft mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man vermuten mag.
Mit einem eigenen Fahrzeug reisen Sie völlig unbeschwert und können überall dort sicher anhalten, wo ein faszinierender Ausblick, ein einsamer Küstenabschnitt oder ein verborgener Ort am Wegesrand Ihre Aufmerksamkeit erregt.
Wählen Sie ein geeignetes Fahrzeug für die Westfjorde
| Jahreszeit | Reiseroute | Empfohlenes Fahrzeug | Grund |
| Sommer (Juni–August) | Hauptstraßen, bekannte Highlights wie Dynjandi und Ísafjördur | 4x4 | Die Straßen sind gut passierbar; ein Fahrzeug mit Zweiradantrieb (2WD) ist für die Hauptrouten ausreichend, während ein 4x4-Modell für deutlich mehr Komfort und Flexibilität sorgt |
| Sommer (abseits der Hauptwege) | Entlegenere Regionen, Raudasandur, Látrabjarg | 4x4 | Lässt sich deutlich besser bei rauen Straßenbedingungen fahren und ermöglicht die sichere Zufahrt zu abgelegeneren Orten |
| Frühling/Herbst | Wechselnde Routen, unbeständige Wetterverhältnisse | 4x4 | Das Wetter kann rasch umschlagen; Regen, starker Wind oder plötzlicher Schneefall erfordern ein Höchstmaß an Fahrsicherheit |
| Winter | Eingeschränkte Routen, nur Hauptstraßen, hohe Flexibilität bei der Reiseplanung nötig | 4x4 (unverzichtbar) | Schnee, Eis und Straßensperren setzen ein absolut geländegängiges und leistungsstarkes Fahrzeug voraus |
Die Wahl des richtigen Fahrzeugs hängt maßgeblich von der Jahreszeit und Ihren geplanten Routen abseits der Hauptwege ab. Die obige Tabelle bietet Ihnen eine erste Orientierung – doch was bedeutet das konkret für die Praxis?
Obwohl die meisten Straßen in den Westfjorden im Sommer an sich auch mit einem Fahrzeug mit Zweiradantrieb befahren werden dürfen, sind die Straßenverhältnisse oft anspruchsvoller als gedacht. Viele Streckenabschnitte bestehen aus Schotter, sind weniger stark gepflegt und weisen – besonders abseits der größeren Ortschaften – Unebenheiten auf. Wenn Sie sich im Sommer ausschließlich auf den Hauptstraßen bewegen, kann ein 2WD-Fahrzeug genügen. Für spürbar mehr Flexibilität, Fahrkomfort und die Möglichkeit, auch die entlegeneren Winkel der Region zu entdecken, sowie für alle Reisen außerhalb der Hauptsommersaison, ist ein 4x4-Fahrzeug die weitaus bessere Wahl.
Auch die Jahreszeit spielt eine entscheidende Rolle. Im Sommer können Sie Ihr Fahrzeug ganz nach Ihren individuellen Plänen auswählen. Vom Herbst bis zum Frühjahr – und ganz besonders im tiefen Winter – wird ein Allradantrieb jedoch zur absoluten Notwendigkeit, da das Wetter und die Straßenverhältnisse durch Schnee, Eis und heftige Winde extrem schnell umschlagen können.
Nicht zuletzt sollten Sie den Fahrkomfort im Blick behalten. Die Straßen der Westfjorde sind geprägt von ständigen Kurven, Steigungen und Gefällen. Wenn Sie Wert auf ein entspanntes Fahrerlebnis legen, erleichtert ein Automatikfahrzeug die langen Fahrtage spürbar.
Auch das Thema Versicherungsschutz verdient besondere Aufmerksamkeit. Da Schotterstraßen in dieser Region allgegenwärtig sind, wird eine Versicherung mit Schotterschutz dringend empfohlen, um sich vor unerwarteten Kosten durch Schäden zu schützen.
Für Reisende, die sich noch mehr Unabhängigkeit wünschen, ist ein Campervan eine exzellente Alternative. Er ermöglicht es Ihnen, inmitten der unberührten Natur zu übernachten und Ihre Pläne spontan anzupassen – ein unschätzbarer Vorteil in einer Region, in der die Entfernungen weit sind und sich das Reiseprogramm gern einmal flexibel vor Ort entwickelt.

Mit dem Mietwagen durch die Westfjorde: Straßenverhältnisse und Tipps
Das Autofahren in den Westfjorden unterscheidet sich grundlegend von den gut ausgebauten Straßen der Ringstraße oder des Goldenen Kreis. Die Routen sind hier oft schmaler, weisen einen höheren Schotteranteil auf, verfügen seltener über Leitplanken und werden weniger intensiv gewartet. Das Terrain ist gebirgig, rau und das Wetter kann sich binnen kürzester Zeit ändern.
Das macht die Region keineswegs unsicher, verlangt jedoch nach einer vorausschauenden und umsichtigen Fahrweise. Eine angepasste Geschwindigkeit, volle Aufmerksamkeit und Respekt vor den Elementen sind hier das oberste Gebot.
Planen Sie für jede Etappe großzügige Zeitreserven ein – insbesondere auf Schotterpisten oder bei der Überquerung von Gebirgspässen. Es ist zudem sehr ratsam, sich vor und während der Fahrt auf www.road.is über die aktuellen Straßenverhältnisse und auf www.vedur.is über den Wetterbericht zu informieren.
Da Tankstellen in dieser dünn besiedelten Region rar gesät sind, sollten Sie jede Gelegenheit zum Tanken nutzen. Regelmäßige Pausen an den sicher ausgebauten Aussichtspunkten sorgen zudem dafür, dass Sie die Fahrt entspannt und in vollen Zügen genießen können.

3-Tage-Routen für Roadtrips in den Westfjorden
Um die Faszination der Westfjorde wirklich zu erleben, sollten Sie mindestens drei volle Tage einplanen. So reisen Sie ohne Zeitdruck und können die Region in ihrer ganzen Vielfalt genießen.
Die Entfernungen täuschen oft. Da sich die Straßen entlang der Fjorde winden und über Pässe führen, anstatt den direkten Weg zu nehmen, dauern die Fahrten meist länger als gedacht.
Sollte Ihr Zeitfenster begrenzt sein, bietet Ihnen dieser dreitägige Routenvorschlag einen perfekt abgestimmten Einblick und lässt Ihnen dennoch genügend Raum für spontane Entdeckungen.
Tag 1: Von Reykjavik in den Süden der Westfjorde
Starten Sie früh am Morgen in Reykjavik und folgen Sie zunächst der Ringstraße, bevor Sie auf die Route 60 abbiegen. Schon bei der Einfahrt in die Westfjorde verändert sich die Landschaft spürbar: Sie wird dramatischer, die Straßen kurvenreicher und der Blick öffnet sich weit über die majestätischen Fjorde.
Ihr heutiges Etappenziel ist die Umgebung von Patreksfjördur. Nutzen Sie unterwegs die Gelegenheit für ein entspanntes Bad im heißen Naturpool Hellulaug und setzen Sie Ihre Fahrt zum einzigartigen Raudasandur-Strand fort, dessen faszinierendes Farbspiel und Weite sich völlig von den typischen Landschaften Islands abheben.
Wenn es die Zeit erlaubt, lohnt sich am Abend ein Ausflug zur Steilküste Látrabjarg Im Sommer ist das einer der besten Orte Islands, um Papageientaucher aus nächster Nähe zu beobachten, und die steilen Felswände selbst sind ein tief beeindruckendes Naturschauspiel.
Tag 2: Dynjandi und Ísafjördur
Heute führt Sie Ihr Weg gen Norden zum Dynjandi-Wasserfall, einem der wohl ikonischsten Wasserfälle des Landes. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für den Aufstieg, der Sie an mehreren kleineren Kaskaden vorbeiführt, bevor sich der Hauptwasserfall vor Ihnen auftürmt.
Anschließend setzen Sie Ihre Fahrt entlang der Fjorde in Richtung Ísafjördur fort. Dieser Streckenabschnitt gehört mit seinen ständig wechselnden Panoramen zweifellos zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise.
Den Nachmittag können Sie nutzen, um Ísafjördur zu erkunden oder einen kleinen Ausflug in die benachbarten Dörfer zu unternehmen. Wenn Sie die Zeit haben, besuchen Sie das Arctic Fox Centre oder lassen Sie einfach das besondere Flair des Ortes auf sich wirken.
Tag 3: Die nördlichen Fjorde und Rückreise
An Ihrem letzten Tag haben Sie die Wahl, die unberührte Natur im Norden noch ein Stück weiter zu erkunden oder gemütlich die Rückreise mit einigen lohnenden Zwischenstopps anzutreten.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem Abstecher zum abgelegenen Geothermalbad Krossneslaug? Oder einem Stopp in Hólmavík, um dort das faszinierende Museum für isländische Magie und Hexerei zu besuchen?
Gehen Sie die Rückreise langsam an und genießen Sie die Fahrt durch die kleineren Fjorde und Dörfer. Die schönsten Momente in den Westfjorden sind oft jene, die ganz ungeplant während der Fahrt passieren.
Planen Sie auch für die Rückfahrt genügend Zeit ein, da die Reise oft mehr Zeit beansprucht als gedacht.
Unterkünfte in den Westfjorden
Die Wahl des passenden Standorts für Ihre Übernachtungen kann maßgeblichen Einfluss auf das Gelingen Ihrer Reise haben. Die Entfernungen sind oft weiter, als sie auf der Karte wirken. Ihre Unterkunft bestimmt daher, wie viel Strecke Sie pro Tag entspannt und komfortabel zurücklegen können. Von charmanten Kleinstädten mit moderner Infrastruktur über idyllische Dörfer bis hin zum Camping in absoluter Wildnis – jede Option bietet ihren ganz eigenen Reiz.
Ísafjördur
Ísafjördur ist die größte Stadt der Westfjorde und das pulsierende Zentrum der Region. Es ist der ideale Ausgangspunkt, wenn Sie Wert auf eine gute Auswahl an Restaurants, Supermärkten, Tankstellen und kulturellen Angeboten legen, ohne dabei auf das typische Fjordpanorama verzichten zu müssen. Zudem eignet sich die Stadt hervorragend als Basis, um die nördlichen Fjorde und die umliegenden Dörfer zu erkunden.
Patreksfjördur
Im Süden der Westfjorde gelegen ist Patreksfjördur die perfekte Ausgangsbasis für Ausflüge zur Steilküste Látrabjarg und zum Raudasandur-Strand. Es ist hier spürbar ruhiger als in Ísafjördur. Dennoch finden Sie vor Ort gemütliche Unterkünfte, Tankstellen und die wichtigste Grundversorgung – ein überaus praktischer Zwischenstopp bei der Erkundung des Südens.
Hólmavík
Hólmavík liegt an der östlichen Seite der Westfjorde und bietet sich hervorragend als Übernachtungsstopp bei der An- und Abreise an. Der Ort ist vor allem für sein Museum für isländische Magie und Hexerei bekannt und verfügt über eine Handvoll charmanter Gästehäuser und kleiner Hotels. Ein idealer Ort zum Ankommen oder für den Übergang, weniger als zentraler Knotenpunkt.
Reykhólar
Reykhólar ist ein kleines, beschauliches Dorf, das perfekt für Reisende ist, die bewusst entschleunigen möchten. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind überschaubar, aber sehr komfortabel, und die idyllische Umgebung lädt dazu ein, eine entspannte Nacht am Anfang oder Ende Ihrer Route zu verbringen.
Flateyri
Nur eine kurze Fahrt von Ísafjördur entfernt bietet Flateyri eine wunderbar ruhige Alternative, während die wichtigste Infrastruktur der Region dennoch schnell erreichbar bleibt. Der Ort besticht durch seinen authentischen Charakter, ein paar Museen und Gästehäuser – ideal für alle, die eine unaufgeregte und persönliche Atmosphäre schätzen.
Übernachten in Hornstrandir
Hornstrandir unterscheidet sich in puncto Unterkunft grundlegend vom Rest der Westfjorde. Hier suchen Sie vergebens nach Hotels, Gästehäusern oder touristischer Infrastruktur. Eine Übernachtung ist in der Regel nur im Rahmen von Wildcamping oder in einfachen, vorab zu buchenden Hütten möglich.
Die meisten Besucher wählen Ísafjördur als feste Basis und setzen mit dem Boot für Tagesausflüge oder mehrtägige Wanderungen in das Reservat über. Sollten Sie sich für eine Übernachtung vor Ort entscheiden, müssen Sie Ihre gesamte Ausrüstung einschließlich Verpflegung und Sicherheitsausstattung selbst mitbringen, da es keinerlei Serviceeinrichtungen gibt.
Hornstrandir ist daher vor allem erfahrenen Outdoor-Enthusiasten zu empfehlen, die auf die Bedingungen in der Wildnis vorbereitet sind – belohnt wird man dafür mit einem der außergewöhnlichsten und intensivsten Naturerlebnisse, die Island zu bieten hat.
Lohnt sich eine Reise zu den isländischen Westfjorden?
Auf jeden Fall! Die Westfjorde bieten spektakuläre Landschaften und viele Aktivitäten und Ausflugsziele ohne die üblichen Touristenscharen. Damit lassen sich schnell mehrere Tage füllen. Ob Naturwunder wie Wasserfälle und Fjorde, charmante kleine Dörfer, heiße Quellen oder freilebende Tiere – in den Westfjorden können Sie all das und noch mehr bestaunen.
Starten Sie Ihr Abenteuer in den Westfjorden mit Lava Car Rental
Die beste Art, die Westfjorde zu erleben, ist die absolute Freiheit, die Region in Ihrem eigenen Tempo zu entdecken.
Mit Lava Car Rental profitieren Sie vom ersten Moment Ihrer Ankunft an von einem reibungslosen und flexiblen Service. Dank bereits inkludierter, wichtiger Versicherungsleistungen, einer praktischen Abholung per Selfservice und dem Verzicht auf Zusatzgebühren für junge Fahrer steht einer unbeschwerten Reise nichts im Wege.
Wählen Sie ein zuverlässiges 4x4-Fahrzeug oder einen Campervan, nehmen Sie sich die Zeit, die diese Straßen verdienen, und entdecken Sie eine der unvergesslichsten Regionen Islands auf die schönste Art.
Buchen Sie Ihren Mietwagen noch heute und beginnen Sie mit der Planung Ihrer Traumreise in die Westfjorde.
Reiseführer für Fahrten zu den Westfjorden in Island
Wie viele Tage sollte man für die Westfjorde einplanen?
Sie sollten mindestens 3 volle Tage einplanen, um die Westfjorde angemessen zu erkunden. So können Sie die Strecken in einem angenehmen Tempo zurücklegen und die wichtigsten Höhepunkte ohne Zeitdruck genießen.
Ist das Autofahren in den Westfjorden einfach?
Das Autofahren in den Westfjorden ist durchaus machbar, erfordert jedoch eine gewisse Routine und Geduld. Die Fahrzeiten sind oft länger als gedacht, und die Routen sind geprägt von zahlreichen Kurven sowie ständigen Höhenunterschieden. Die Straßen eignen sich am besten für Fahrer, die eine vorausschauende, konzentrierte und ruhigere Fahrweise schätzen.
Wie sind die Straßenverhältnisse in den Westfjorden?
Die Straßen in den Westfjorden sind spürbar anspruchsvoller als in den anderen Teilen Islands. Sie werden auf längere Schotterabschnitte, steile Gebirgspässe und Strecken mit wenigen Leitplanken treffen. Zudem können sich die Straßenverhältnisse wetterbedingt sehr rasch ändern, insbesondere außerhalb der Sommermonate.
Kann man die Westfjorde im Winter besuchen?
Ja, das ist möglich, kann jedoch eine Herausforderung darstellen. Zu den winterlichen Bedingungen gehören Schnee, Eis und potenzielle Straßensperrungen, die den Zugang stark einschränken können. Eine Reise empfiehlt sich daher vor allem für erfahrene Reisende mit einem 4x4-Fahrzeug und einer flexiblen Reiseplanung.
Braucht man ein 4x4-Fahrzeug in den Westfjorden?
Im Sommer ist ein Allradfahrzeug nicht zwingend erforderlich, sofern Sie sich ausschließlich auf den Hauptstraßen bewegen. Für mehr Komfort und eine sichere Fahrt auf den Schotterpisten wird es jedoch dringend empfohlen. Vom Herbst bis zum Frühjahr und ganz besonders im Winter ist ein 4x4-Fahrzeug aufgrund der wechselhaften Witterung, des Schnees und der vereisten Straßen absolut unverzichtbar.
Lohnt sich ein Besuch der Westfjorde?
Auf jeden Fall. Die Westfjorde überzeugen durch einige der unberührtesten und entlegensten Landschaften Islands. Sie erwarten hier deutlich weniger Touristen und dafür ein umso authentischeres Reiseerlebnis.
